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Tradition und Geschichte

Das Mühlviertel entwickelte sich zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert zu einer Hochburg von „Boandlrichtern“ und „Badern“. Es gab damals nur sehr wenige niedergelassene Ärzte, die durch die weiten Entfernungen oft nur schwer erreichbar waren. So erfüllten diese Naturheiler eine wichtige Funktion.

Das „Boandlrichten“ ist seit über 100 Jahren Tradition in meiner Familie. Anfang des 20. Jahrhunderts war mein Ururgroßvater Johann Himmelbauer ein gesuchter Mann, wenn es darum ging, Krankheiten bei Mensch und Tier zu behandeln. Gemeinsam mit seinem Freund, Herrn Niedermeier, stellte er die Rezeptur für eine Gelenksschmiere und den so genannten „Geist“ zusammen. Die Rezeptur dieses Geistes verkaufte er später an eine Apotheke, die diesen auch heute noch als „Einreibung Äußerlich“ für uns herstellt.

Nach dem ersten Weltkrieg übernahm dann schon meine Urgroßmutter Zäzilia Reindl das „Boandlrichten“. Sie war eine bemerkenswerte Frau, da sie, obwohl sehr zart, ihre Kräfte gezielt einzusetzen wusste. Mit viel Geschick und Erfahrung konnte sie sehr vielen Leuten erfolgreich helfen und wurde allgemein als „die Lehnerin“ bekannt.

Mein Vater Großvater Johann Reindl fungierte in seinen Jugendjahren als Taxifahrer für meine Großmutter. Durch die oftmals benötige Mithilfe konnte er sich viel von ihrem großen Wissen aneignen und später weiter darauf aufbauen. Nach seiner Heirat zog er nach Selker, um da selbstständig tätig zu sein. 


Während seiner Jugend half auch mein Vater meinem Großvater und konnte wiederum viel von seinen Erfahrungen profitieren. Ab 1985 arbeiteten die beiden gemeinsam in einer Praxis, bis mein Vater schließlich nach seiner Pensionierung den gesamten Betrieb übernahm. Zusätzlich besuchte mein Vater in dieser Zeit eine deutsche Heilpraktikerschule in Linz, um sein Fachwissen zu erweitern.

Von diesem Fachwissen und der langjährigen Erfahrung konnte ich nun profitieren und viel von den beiden Lernen.